Ernährung/ Hobbies/ Küche

Lebensmittel-Roulette.

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Unter diesem schmissigen Titel habe ich im letzten Jahr versucht, mit den guten Vorsätzen des „Projekt Ernährung“  meine bis anhin eher eingeschränkte Auswahl an Lebensmittel signifikant zu erweitern. Ich habe, ganz konkret, immer wieder mal Lebensmittel gekauft, die mir entweder gänzlich unbekannt waren oder die ich noch nie selber zubereitet hatte. Hier eine launige Auswahl dieses Versuches:

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Wirsing. Nie gekauft, nie zubereitet. Ergebnis: Schmeckt mir nicht (wie das meiste Kohlgemüse).

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Blattspinat. Kannte ich, klar, hatte ich aber weder je zubereitet noch je gekauft. Ergebnis: Roh in Smoothies ist er mir zu bitter, gekocht in Curries liebe ich ihn.

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Reisflocken. Ein mir gänzlich unbekanntes Nahrungsmittel. Ergebnis: Über Nacht in meinem Chia-Müesli eingeweicht kann ich die gut essen. Schmecken einfach sehr neutral.

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Passionsfrucht. Kannte ich, hatte ich aber nie gekauft und nie unverarbeitet gegessen. Ergebnis: Ich LIEBE die Passionsfrucht und esse etwa eine pro Woche.

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Veganes „Joghurt“ auf Sojabasis. Hatte ich nie zuvor gegessen. Ergebnis: Schmeckt für mich absolut widerwärtig, scheusslich, ungeniessbar. Ich hab 1 Teelöffel davon runtergewürgt, den Rest hab ich in den Müll geworfen.

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Blumenkohl. Man glaubt es schier nicht, aber ich hatte noch nie selber einen gekauft und zubereitet. Ergebnis: In Olivenöl und Gewürze mariniert und dann im Backofen gebacken schmeckt mir Blumenkohl nicht schlecht. Ich werde wieder welchen kaufen.

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Fenchel. Nachdem ich Fenchel als Kind und Jugendliche verabscheut hatte, habe ich als Erwachsene so gut wie nie welchen gegessen, geschweige denn gekauft und zubereitet. Ergebnis: Aus dem Ofen (mit Olivenöl und Knoblauch mariniert) schmeckt er mir richtig gut, auch mit Orangenfilets, Fleur de Sel und Pinienkernen ist er lecker.

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Fleur de Sel. Dieses „Luxus-Salz“ habe ich gekauft, weil es in einem Rezept für Fenchel vorkam. Ergebnis: Sehr, sehr lecker (wenn auch wirklich teuer). Am besten schmecken mir in Streifen geschnittene Zwiebeln, die ich mit Fleur de Sel und richtig gutem Balsamico mariniere. Kann man in selbst gemachte Hamburger einbauen, oder man isst sie einfach so, ich zumindest fahre voll darauf ab.

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Reis-Mandel-Drink. Wieder etwas aus der veganen Ecke: Hatte ich nie probiert und nie gekauft. Ergebnis: Schmeckt nicht schlecht, sehr neutral, ein bisschen schmeckt man die Mandeln raus. Ich hab das eine Zeit lang immer ins Müesli geschüttet, bis ich etwas besseres entdeckte: Reis-Kokos-Drink. Schmeckt mir persönlich besser, ist auch vegan.

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Tsampa. Ein „tibetisches Grundnahrungsmittel“, aus Getreide. Ich wusste vorher nicht mal, dass sowas existiert. Ergebnis: Ich versuchte, ein Müesli-ähnliches Lebensmittel zu finden, das ohne Getreideflocken auskommt, weil ich deren Konsistenz hasse. Allerdings mag ich den Geschmack von „Tsampa“ nicht besonders, ich kann das essen, aber „lecker“ ist was anderes.

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Hier geht es um: Thunfischfilet. Hatte ich weder je gegessen noch je zubereitet. Ergebnis: Super, super lecker, ausserdem total easy in der Zubereitung, nur ein bisschen anbraten, würzen, fertig. Allerdings ist es 1. teuer und 2. halt ökologisch nicht ganz unbedenklich. Ich kaufe es nur, wenn es reduziert und mit einem MSC- oder Biolabel gekennzeichnet ist. Eine seltene Kombi, aber sie existiert.

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Aus der Reihe „exotisch“ (für mich): Ajvar. Kannte ich gar nicht. Ergebnis: Na ja. Ich kann das essen (zu grilliertem Fleisch oder so), aber eine geschmackliche Offenbarung ist es für mich definitiv nicht.

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Aus der Reihe „vegan“: Weisses Mandelmus. Kannte ich gar nicht. Ergebnis: Nee. Schmeckt mir überhaupt nicht. Ich hab ein bisschen davon tapfer gegessen und den Rest weggeschmissen.

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Za’tar. Eine orientalische (?) Gewürzmischung. Kannte ich gar nicht. Ergebnis: Mag ich sehr gerne. Ich mariniere Pouletschenkel darin (mit Öl und frischem Thymian), dann backe ich sie im Ofen. Schmeckt super!

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Getrocknete Cranberries. Hatte ich so noch nie gekauft. Ergebnis: Sind super süss, im Müesli sind sie mir zu süss. In Smoothies dagegen find ich sie super.

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Sardellen. Hatte ich noch nie gekauft. Ergebnis: Mag ich gerne, allerdings nicht „pur“, sonst sind sie mir zu salzig. Aber verarbeitet schmecken sie mir sehr.

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Dukkah. Eine orientalische (?) Gewürzmischung. War mir gänzlich unbekannt, eine Mitarbeiterin hat mir selbstgemachtes Dukkah geschenkt. Ergebnis: Ich fahre total darauf ab! Ich schütte das grosszügig über jede Art von Salat, aber auch über belegte Brötchen, Suppen, Curries… ich bin dermassen süchtig geworden, dass ich mir nun die Variante von Fine Food gekauft habe, nachdem das selbst gemachte aufgebraucht war.

 

Nebst mehr oder weniger „neuen“ Lebensmittel habe ich auch sonst Neues ausprobiert in kulinarischer Hinsicht. Im Klartext: Ich habe eine Menge neue Rezepte ausprobiert. Hier die lohnendsten Experimente:

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Zimtschnecken. So lecker!! Am leckersten, wenn sie noch warm sind & selbst gemachte Vanillesauce passt himmlisch dazu!

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Chai-Sirup. Super fein! Ich brühe guten (Bio-) Schwarztee auf, nur 3 Minuten lang, dann kommt pro Tasse 1-2EL Chaisirup rein, heisse Milch und oben drauf Milchschaum mit einem Hauch Zimt. Hach. Schmeckt sogar noch besser als der Chai-Latte im Tibits!

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Selbst gemachte Burger. Ich experimentiere weiter, mit selbstgebackenen Brötchen, den himmlischen marinierten Zwiebeln, dem passenden Käse. Noch habe ich den perfekten Burger nicht hingekriegt, aber ich finde, ich bin extrem nahe dran!

Tja. Auf der Laube lagert übrigens gerade frisches Topinambur, ebenfalls etwas, was ich noch nie gegessen habe. Es ist schon so, ein paar Fehlgriffe waren beim Roulette dabei. Aber unter dem Strich finde ich, es hat sich absolut gelohnt. Ich esse mehr Gemüse, seit ich dieses Projekt verfolge, und seit ich den perfekten Aceto und das perfekte Olivenöl gefunden habe, esse ich auch viel mehr Salat. Essen ist etwas tolles, und es ich kann es nur empfehlen, Neues auszuprobieren.

 

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1 Kommentar

  • Antworten
    SchrauberCaptain
    28. Februar 2017 bei 09:45

    Bis auf Fenchel und Wirsing bin ich für alles zu haben. Sind einige interessante Dinge dabei.
    Ajvar finde ich zu Cevapcici richtig gut und natürlich auch zu anderen gegrillten Sachen.

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