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Berndeutsch für Anfänger III: Männliche Schimpfwörter.

Ja, meine liebe Berndeutsch-Klasse, die letzte Lektion ist ein Weilchen her. Umso mehr gehe ich davon aus, dass ihr die weiblichen Schimpfwörter mittlerweile alle auswendig beherrscht! Und WEHE!!!, ihr habt nicht pro Tag eine Viertelstunde mit Karteikarten geübt, der nächste, promotionsrelevante Test wird grausam!!

Wie auch immer: Endlich geht es weiter im Lehrplan. Weil es deutlich wichtiger ist, anstatt Frauen Männer korrekt beschimpfen zu können, ist das neue Vokabular an Schimpfwörtern etwas ausführlicher geraten. Viel Spass, und SCHREIBT DAS ZEUG AUF KARTEIKARTEN, DAS IST DER EINZIG WISSENSCHAFTLICH ANERKANNTE WEG, EINE FREMDSPRACHE ZU LERNEN!!!*

Aupechaub: Wörtlich: „Alpenkalb“. Bezeichnet einen verrückten Typen, jemanden, der die Norm sprengt, ist meist nicht wirklich beleidigend, sondern eher bewundernd gemeint.

Blöffsack: Ein Angeber. „Bluffen“ oder „blöffe“ bedeutet in der Schweiz „protzen“, der Zusatz „-sack“ ist meist nicht so grob gemeint, wie es klingt, sondern verdeutlicht einfach das Geschlecht der benannten Person.

Bschishung: Ein Betrüger. „Bschisse“ ist ein Verb und bedeutet, was auch sonst, „bescheissen“, „-hung“ bedeutet Hund, wird oft wie –sack an ein Schimpfwort gehängt, um zu verdeutlichen, dass es sich um einen Mann handelt.

Bünzli: Spiesser. Eine ausführlichere Auseinandersetzung mit diesem Thema gibts hier.

Cheib: „Typ“, ähnlich wie „Siech„, aber weniger grob. Wird auch oft an ein Wort angehängt, das einen Mann beschreibt.

Chrampfi, Chrampfihung: „Chrampfe“ heisst so viel wie „hart arbeiten“, ein „Chrampfi“ ist quasi ein Workaholic, auch vergleichbar mit „Fuschti„.

Dräcksack: Drecksack.

Fötzu, Fotzucheib, Fotzuhung: Nein, NICHT! was ihr denkt! „Fötzu“ bedeutet soviel wie Fetze“ oder Schnippsel (z. B. Von einem Stück Papier“), „Fötzu“ bedeutet aber auch, ein fremder, dubios erscheinender Typ. „Fotzucheib“ oder „Fotzuhung“ bedeutet so viel wie „hinterlistiges Arschloch“, ähnlich wie „Bschishung„, aber deutlich derber; „hingerfotzig“ bedeutet so viel wie „hinterlistig, falsch“, bezeichnet jemanden, der Verrat übt oder einen berechnend betrügt. „Fotzuschnitte“ ist übrigens kein weibliches Schimpfwort, sondern bezeichnet eine süsse Mahlzeit, bestehend aus in Ei getunktem und angebratenen Brotscheiben.

Frässhung: Wo wir schon beim Essen sind: Ein Gierschlund, wörtlich „Fress-Hund“.

Fuschti: „Fuschte“ ist ein Verb und bedeutet, schluddrig bzw. nicht durchdacht und ohne Hilfe hart arbeiten. Ein „Fuschti“ ist jemand, der ohne (Fach-)Hilfe anzunehmen und ohne Konzept, oft auch ohne Pause, etwas baut oder konstruiert oder umsetzt, was harte (körperliche) Arbeit erfordert (vergleichbar mit „pfuschen“, allerdings mit der Konnotation „chrampfe„, „hart arbeiten“). „Was hesch da gfuschtet?!“, „Was hast du da hingepfuscht?!“ kann man fragen, wenn offensichtlich ist, dass das Resultat nicht so ist, wie es sein sollte. „Fuschti“ bezeichnet auch einen gewissen Menschen-Schlag, etwas mürrische, wortkarge, eigenbrötlerische Männer, die von Morgens früh bis abends spät an irgendwas handerwklichem herumbasteln und dabei auf Ratschläge oder Anleitungen pfeifen (ähnlich wie „Krouteri“ oder „Wurzle„).

Gäderimandli: Das männliche Pendant zu „Gäderiwyb„, ein ausgemergeltes Mannsbild.

Gigu: Wörtlich: Schafshode. Bezeichnet einen Idioten, Deppen, Vollpfosten. „Du huere Gigu„, du verdammter Vollpfosten, bedeutet je nach Kontext „ich hau/ beiss/ kratz dich gleich“ oder aber „du ultrakrasser Obermacker“.

Giirggu: Ähnlich wie „Gäderimandli„: Ein kleiner, schmächtiger, dünner Mann.

Gnieti: „Gniete“ ist ein Verb und bedeutet so viel wie „rumnölen“, „unnötig rumjammern“, aber auch „extrem zaudern“. Ein „Gnieti“ ist demnach ein jammernder, wenig entschlussfreudiger Mann.

Gränni: „Gränne“ bedeutet weinen, ein „Gränni“ ist also ein Mann, der ständig jammert oder besonders empfindlich wirkt (ich sag jetzt nix zum klassisch berndeutschen Männerbild).

Grüsu: Ein ekliger Typ, eine männliche Person, die gerade was ekliges macht. „Gruusig“ ist ein sehr verbreitetes Adjektiv und bedeutet eklig, abstossend, „igittigitt!!“. „Wäääh, bisch e Grüsu!!“ passt z.B. bei einem Teenager, der sich die Pizza-Finger an der Hose abwischt, bei einem 8jährigen, der seinen Popel mit den Fingern aus der Nase operiert, oder bei einem Mitarbeiter, der ungefragt plastische Schilderungen seines „originellen“ Sexuallebens von sich gibt.

Gwungernase, Gwungerfitz: „Gwunger“ oder „Gwunder“ bedeutet so viel wie Neugier. Ein „Gwungerfitz“ oder eine „Gwungernase“ (= geschlechtsneutral) bedeutet also soviel wie ein Mann, der ausserordentlich neugierig ist, oder auch, der seine Nase ständig in fremde Angelegenheiten steckt.

Hagu: Ohne Begleitworte ist „Hagu“ vergleichbar mit „Siech„, also quasi eine urchige Variante des deutschen „Alter!“. „Hagu“ bedeutet wörtlich auch „Hagel“, ob das allerdings einen Zusammenhang mit dem männlichen Kraftausdruck hat, wage ich zu bezweifeln. „Dasch e tonners Hagu!“ „Das ist ein („donnernder“) verdammter Typ“ kann je nach Kontext beleidigend oder bewundernd gemeint sein.

Hornochs: Hornochse, Idiot, Blödmann. Sehr beliebt im Bernbiet.

Höseler: Schwächling, Mimose. Kommt von „Hösli„, eine kleine/ kurze Hose, wie sie kleine Kinder tragen; „Hösli“ kann aber auch „Damenslip“ bedeuten.

Krouteri: Wunderbarer Klang, dieses Wort, nicht? „Krouteri“ bedeutet so viel wie „merkwürdiger Einzelgänger“, jemand, der auf Smalltalk und soziale Konventionen pfeift (oder damit schlicht überfordert ist) und lieber irgendwo in der Abgeschiedenheit seinen doch recht speziellen Interessen nachgeht (es besteht eine gewisse Ähnlichkeit zu „Fuschti“ oder „Wurzle„).

Lumpehung: Lump, Betrüger, vergleichbar mit „Fotzuhung„.

Lümu: Lümmel.

Mürggu: Bezeichnet einen wortkargen, verstockten, mürrischen Mann, ist quasi das Gegenteil von „Scharmör„, Charmeur. Ein Mann wie ein zähes Stück Trockenfleisch, immun gegen Smalltalk oder gar Flirtversuche. Vergleichbar mit „Krouteri“ oder „Wurzle„. Die Tatsache, wie viele Worte es für solche Männer gibt, spiegelt meiner Meinung nach durchaus auch den „Volkscharakter“ der männlichen Bevölkerung meines Heimatkantons wieder. „Mürggu“ bedeutet in einigen Regionen auch der Anschnitt eines Brotes.

Niggu: Hat nichts mit dem rassistischen N-Wort zu tun, ist ein Synonym für „Grüsu„.

Öugötz: Ölgötze, debil glotzender Mann oder generell soviel wie „Tölpel“.

Pumpi: Wörtlich: Pumpe, bezeichnet einen unfähigen, beschränkten und bescheuerten Mann.

Püüru: Übername für „Puur„, Bauer. In städtischen Gebieten ein Schimpfwort, bedeutet „Landei“, „ungepflegter, ungehobelter Typ“.

Schafsecku: „Schafshode“, siehe „Gigu„.

Scheum: Schelm, eigentlich: „Dieb“.

Schlarpi: „Schlarpe“ ist ein Verb und bedeutet so viel wie „schlurfen“. Ein Schlarpi ist ein (geistig oder körperlich) langsamer Typ, jemand, der nie richtig in die Gänge kommt, der für alles viel zu viel Zeit braucht. Schlarpi kann auch so viel wie „Phlegma“ bedeuten, ein Typ ohne Eigeninitiative oder Motivation für irgendwas, ein Langweiler, eine Schnarchnase.

Schminggu: Ein wunderbares Wort, um einen schleimigen, eingebildeten, selbstverliebten und sehr auf sein Äusseres bedachten eitlen Geck zu beschreiben. Ich kann nur vermuten, dass „Schminggu“ von „schminke“, schminken, stammt.

Schnuderi: Kommt von „schnudere„, was so viel wie „rotzen“ bedeutet. „Schnuderi“ bedeutet daher so viel wie „Rotzlöffel“, ein unreifer, junger, vorlauter Bengel.

Schöggeler: „Schöggele„, von „Schoggi“ (Schokolade), bedeutet umgangssprachlich so viel wie eine ruhige Kugel schieben, keinen Stress zu haben, einer völlig lockeren Arbeit nachzugehen etc. „Schöggeler“ bezeichnet einen Mann, der quasi nur die Schokoladenseite des Lebens kennt, der die Füsse hochlagern kann, während andere „chrampfe“ (hart arbeiten) müssen (siehe „Chrampfi„).

Sidian: Da, wo ich herkomme, bedeutet „Sidian“ soviel wie „Antichrist“, „Teufel“, boshafter, durchtriebener Typ. „Är het ta wine Sidian„, er benahm sich wie ein Sidian, sagt man beispielsweise von übermüdeten/ wütenden Kleinkindern, die nur noch „zetermordio“ (brüllen, als ob es um Leben oder Tod ginge) schreien oder auch von Erwachsenen, die sich quasi aufführen, als müssten sie, wie von der Tarantel gestochen, Leib und Leben verteidigen, Menschen also, die völlig ausser sich sind, die ausrasten, als gäbe es kein Morgen.

Söiniggu: Siehe „Niggu„, „Söi-“ bezieht sich mal wieder auf die Gattung der Schweine und verstärkt hier noch, „Söiniggu“ ist ein wirklich „gruusiger Grüsu„, ein total abstossender, ekliger oder einfach völlig dreckiger Mann (meine Mama bezeichnete manchmal meinen Papa, seines Zeichens Landwirt, als „Söiniggu“, wenn er von Kopf bis Fuss mit „Bschütti„, Jauche, vollgeschmiert war).

Soucheib, Souhung: Wörtlich ein „Sau-Typ“ oder „Sauhund“, soviel wie Arschloch. „Souhung“ bedeutet vor allem, abstossender, ekliger Widerling.

Spränzu: Ein schmächtiger, dünner, manchmal auch kleiner Mann, etwas weniger derb als „Girggu„.

Stürmi: „Stürme“ ist ein Verb und bedeutet je nach Kontext quengeln, quasseln, sich verbal aufplustern, sinnlos diskutieren, alles in Frage stellen, alles anfechten etc; Umgangssprachlich bedeutet es manchmal auch einfach „zusammen reden“. Ein „Stürmi“ ist ein Mann, der rummotzt, oder einer, der ohne Punkt un Komma jeden zutextet, oder aber einer, der jeden Entscheid oder jede Regel in Frage stellt, ohne Aussicht auf Erfolg (ich persönlich bezeichne manchmal bei der Arbeit die Schülerschaft so).

Süchu: Ein aufmüpfiger, frecher, durchtriebener, meist junger Mann/ Knabe. Jemand, der hinter dem Rücken einer Autoritätsperson Schabernack treibt, je nach Kontext auch  jemand, dem man besser nicht traut, vergleichbar mit „Sürmu„.

Süffu: Ein Säufer, kommt von „suufe„, saufen.

Theresli: Das männliche Pendant zu „Rüedu„, wörtlich „eine kleine Therese“. Der betreffende Mann wird also als „Frau“ beschimpft: Wird als Beleidigung im Sinne von Schwächling, Weichei verwendet. (Ich verkneif mir meine Kommentare gegenüber dem klassisch berndeutschen Rollenbild.)

Tubu: Depp, Idiot, Blödmann. Sehr verbreitet, nebst „Schafsecku“ und „Gigu“ eines der wichtigsten männlichen Schimpfwörter.

Tüpflischisser: Wörtlich: Ein Mann, der kleine Tupfen scheisst. Toll, nicht? 🙂 1:1 übersetzbar mit Korinthenkacker (um dieses Wort beneide ich die Deutschen total): Ein Pedant, Haarspalter.

Uflaat: Ein Grobian, ein unflätiger Typ, ein Mann ohne Manieren oder Feingefühl.

Uhung: Wörtlich: Ein Un-Hund. Bezeichnet einen skrupellosen, unmenschlichen, groben, bösen Mann.

Vagant: Wörtlich: Vagabund, Landstreicher. Wird aber auch verwendet für Lebenskünstler, Tagedieb, jemand, der viel unterwegs ist bzw. in jedem Dorf eine Liebschaft pflegt.

Wurzle: Wörtlich Wurzel, bezeichnet ein „Original“, ein oft etwas merkwürdiger, konservativer Typ, der wenig unter die Leute geht und sich gegenüber modernen Errungenschaften wie Computer, Frauenstimmrecht etc. völlig verschliesst – vergleichbar mit „Krouteri„.

Zirpegigu: Ein alter Ausdruck, bedeutet soviel wie Blödmann, Arschloch, Idiot; Woher das Wort stammt, weiss ich leider nicht, es ist zusammengesetzt aus „Zirpe-“ und „Gigu“ (Schafshode); Mir gefällt die Vorstellung, dass es sich bei einem „Zirpegigu“ um eine zirpende Schafshode handelt.

 

Sodeli. Ich gehe davon aus, dass das genug Lernstoff für die nächsten Monate bietet. Und jetzt lernt brav, der Test wird gnadenlos!!!**

 

*Herr B., wenn Sie das lesen: Ja, ich habe Sie zitiert, und nein, ich glaube Ihnen das immer noch nicht.

**Natürlich ist die Liste nicht abschliessend, sondern spiegelt meine eigenen Fluch-Vorlieben wieder. Viele Kraftausdrücke, die vom Hochdeutschen übernommen werden, habe ich weggelassen. Für weitere Berndeutsch-Kenntnisse empfehle ich berndeutsch.ch , eine wirklich lustige Wörter-Datenbank, die man mitgestalten kann (quasi die berndeutsche Wikipedia).

 

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13 Kommentare

  • Antworten
    Katharina B.
    3. Juli 2014 bei 22:57

    Wenn ich mich recht bsinne ist ein „Cheib“ ursprünglich ein Tierkadaver. Also die Leiche eines Pferdes zum Beispiel. Ich mag mich erinnern, dass meine Grossmutter selig aus der Engehalde jeweils sagte „e Cheib isch es tots Ross u ke Mönsch“, wenn meine Schwester oder ich dieses Wort in den Mund namen.

    • Antworten
      Änni
      4. Juli 2014 bei 16:40

      Kann gut sein, mein Grosi sagte jeweils auch „du redsch aber wüescht!“, wenn „Cheib“ fiel.

  • Antworten
    FrauZimt
    4. Juli 2014 bei 10:58

    Was wir jetzt auf jeden Fall noch brauchen ist ein YouTube-Tutorial bezüglich der korrekten Aussprache und Betonung.
    Nicht, das ich jetzt einen Schweizer beschimpfen möchte, die Begriffe aber auf der falschen Silbe betone und es dann was ganz anderes bedeutet. Man kennt das ja.

    • Antworten
      Änni
      7. Juli 2014 bei 12:10

      Weisst du, wenn ich technisch begabter wäre, hätte ich ja Audioaufnahmen bereitgestellt. Mit dem phonetischen Alphabet wird man diesem auditiven Hochgenuss nämlich nicht gerecht…

  • Antworten
    Ponder
    15. Juli 2014 bei 21:51

    Aha, hier versteckte sich (nochmal) der auf Twitter nicht verstandene „Bünzli“. Karteikarten liegen bereit, keine Sorge!

    Vielen Dank für die tolle Zusammenstellung, Frau Änni 🙂

    Viele Grüße,

    der Ponder

    • Antworten
      Änni
      16. Juli 2014 bei 20:21

      Das hoffe ich doch!! UND ES WIRD NICHT ABGESCHRIEBEN, ICH SEHE ALLES!!

  • Antworten
    Gibi
    19. Juni 2015 bei 07:41

    Diä Wörter sind megaaa luustiig <3

  • Antworten
    Gibi
    19. Juni 2015 bei 07:43

    Mir müänd ihr schuel en ufsatz uf schwitzerdütsch schriebe^^ Dass isch mega witzig <3

    • Antworten
      Änni
      22. Juni 2015 bei 07:05

      De bini ja froh, weni cha häufe! 😉

  • Antworten
    Gugus
    26. Dezember 2016 bei 16:51

    „Lümu“ isch öppe ender Hauchdeutsch, das hätt ig im Kt. BE bis itz no nie ghört.

    • Antworten
      Änni
      30. Januar 2017 bei 13:07

      Tja, lieber Gugus, ob du es glaubst oder nicht: Ich schon, sonst hätte ich dieses schöne Wort wohl kaum in meine Liste aufgenommen. Berndeutsch ist halt nicht homogen, sondern verteilt sich über den ganzen schönen Kanton und spiegelt somit dessen regionale Eigenheiten. „Lümu“ ist in meiner Herkunftsregion sehr verbreitet.

      • Antworten
        Biene Maja
        16. Februar 2017 bei 11:19

        Vielen Dank für die gründliche Arbeit! Ich finde die Erklärungen sehr hilfreich.
        Hier noch eine Frage bezüglich des „Sürmu“. Im Berndeutsch.ch habe ich nur die Erklärung: Langweiler, weinerlicher Trotzkopf gefunden. Ich denke, dass es aber noch eine andere Übersetzung gibt. Würdest du die Bedeutung dem Süchu gleichstellen oder doch noch ein wenig anders übersetzen?

        Liebe Grüsse

        Biene Maja

        • Antworten
          Änni
          23. Februar 2017 bei 13:31

          Liebe Biene Maja (ich gehe davon aus, dass „Biene“ der Vorname und „Maja“ der Nachname ist)

          „Sürmu“ist eine freche männliche Person, die gerne und oft Ärger macht, „sürmle“ ist das passende Verb dazu und meint soviel wie „unnötig herum maulen“, „respektlose Kommentare abgeben“, „sich ständig wegen jedem Scheiss beschweren“. Wenn du es genauer wissen willst, dann schau mal in diesen Beitrag rein (unter „Sürmu“): https://www.aenni-on-tour.ch/ae-loeu-ae-bloede-siech-ae-gluenggi-un-ae-suermu-berndeutsch-fuer-anfaenger-i/

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